Umweltschutz in Indien
VTINENV1 - Artenschutz von Meeresschildkröten in Goa
Freiwillige Helfer sind für einen Aufenthalt von mindestens 4 Wochen willkommen.
Meeresschildkröten gehören zu den meistbedrohten Tieren in der Welt. Bei diesen Schildkröten handelt es sich um eine anfällige Gattung, die vielen natürlichen Gefahren ausgesetzt ist – nur etwa eine von tausend geschlüpften Schildkröten erreicht das Erwachsenenalter. Ausufernder Tourismus und gewerbliche Bauprojekte verdrängen ihre Nistgebiete, das Überleben dieser Art ist eindeutig durch vom Menschen herbeigeführte Umstände gefährdet. Es ist bekannt, dass die Zahl der Meeresschildkröten in ganz Asien zurückgeht. In Goa ist dieser Rückgang besonders dramatisch. Die Zahl der Nester ging in einem Nistgebiet innerhalb des letzten Jahrzehnts von jährlich 35 auf nur noch 7 zurück.
Menschenmassen und Lärm an den vorher unberührten Stränden veranlassen die Schildkröten dazu, sich ins Meer zurückzuziehen und sich nicht zu vermehren. Mit zunehmender Erschließung breitet sich auch das künstliche Licht aus, das neugeborene Schildkröten in die falsche Richtung treibt, so dass sie das Meer niemals erreichen. Erschwerend kommt hinzu, dass einige Einheimische Schildkröteneier sammeln und illegal verkaufen. Schließlich verwechseln die Schildkröten überall herumliegende Plastiktüten mit ihrer Lieblingsspeise – Quallen. Beim Versuch, Plastikverpackungen zu fressen, ersticken die Schildkröten oft daran oder werden krank.
Örtliche Regierungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen haben die drei Hauptstrände in der Umgebung von Goa ermittelt, wo Olive Ridley Meeresschildkröten zum Nisten hinkommen und haben sich der Aufgabe verschrieben, die Tiere vor Störungen und Beeinträchtigungen zu schützen. Von September bis März (Brutzeit der Schildkröten) kümmern sich Arbeiter und freiwillige Helfer um diese Strände, ermitteln und schützen die Bereiche, in denen Schildkröten ihre Eier abgelegt haben, entfernen Plastik oder andere gefährliche Materialien, schirmen künstliches Licht ab und schützen sogar neugeborene Babyschildkröten auf ihrer Wanderung zurück ins Meer vor Fressfeinden.
Die örtlichen Behörden arbeiten mit den umliegenden Gemeinden eng zusammen, um das Bewusstsein für den Überlebenskampf der Schildkröten zu schärfen und die Öffentlichkeit über mögliche Beiträge zur Verbesserung der Situation zu informieren. Einrichtungen, die gut organisierte und effektive Kampagnen durchführen möchten, benötigen freiwillige Helfer hauptsächlich in zwei Bereichen:
Beitrag zum Artenschutz an den Stränden
- Ermittlung der Plätze, an denen Schildkröten ihre Eier abgelegt haben.
- Abschirmung der Brutplätze und Schutz vor Beeinträchtigung durch Menschen oder Fressfeinde.
- Säuberung der Strände von Abfällen und Plastik.
- Maßnahmen zur Abschirmung von Lichtquellen, die direkt auf den Strand scheinen.
Der Strandschutz erfolgt in 6-Stunden Schichten – alle Strände müssen rund um die Uhr geschützt werden.
Bewusstseinsbildende Maßnahmen
- Durchführung von Aufklärungskampagnen.
- Vorbereitungsmaßnahmen für die “Turtle Fair” und andere Veranstaltungen.
- Zusammenarbeit mit Studenten vor Ort, um Bewusstsein zu wecken.
- Gespräche mit Touristen und Betreibern von Strandkiosken über die Schäden, die künstliches Licht anrichten kann.
- Erstellen von Postern und Schildern gegen Kunstlicht.
- Maßnahmen, um die geschützten Strände zu “plastikfreien Zonen” zu machen.
- Verteilung von wiederbefüllbaren Flaschen.
- Information über den Schaden, den Plastiktüten bei Schildkröten anrichten können.
- Aufstellen von Mülltonnen entlang der Strände.
VTINENV2 - Wildtiere in Goa
Freiwillige Helfer sind für einen Aufenthalt von mindestens 4 Wochen willkommen.
Goa ist in erster Linie für seine ausgedehnten weißen Sandstrände bekannt. Doch gar nicht weit von Goas Küstenlinie entfernt liegt ein weitläufiges Wildtierreservat von beeindruckender Schönheit. Hier finden viele bedrohte Tierarten einen natürlichen und nachhaltigen Lebensraum. Freiwillige Helfer aus aller Welt können mit dem Ranger des Reservats und seinen Mitarbeitern an der Verbesserung der Wildtierforschung und Datenerhebung arbeiten, aber auch an der Förderung von tier- und umweltfreundlichem Verhalten von Dorfbewohnern und Touristen sowie im Bereich der allgemeinen Tierpflege.
Dies ist besonders für diejenigen ein attraktives Projekt, die sich für Artenschutz interessieren oder für einige Zeit in ruhiger und naturnaher Umgebung arbeiten möchten. Das Reservat erstreckt sich auf einer überwiegend hügeligen und bewaldeten Fläche von 85 Quadratkilometern südlich von Goa. Zum Personal gehören ein Ranger, 22 ständige Mitarbeiter sowie einige Aushilfskräfte. Neben den Wildtierbeständen wird das Reservat von 34 Stammesfamilien bewohnt, die von der Landwirtschaft leben. Zu den Wildtieren gehört eine Vielzahl von bedrohten Arten, darunter Leoparden und Panther. Das Reservat nimmt auch verletzte und kranke Tiere in Pflege bis sie wieder in die Natur entlassen werden können.
Die gegenwärtige Mitarbeiterzahl ist schlicht zu gering, um sich um alle Belange eines Wildtierreservates in dieser Größenordnung kümmern zu können. Freiwillige Helfer können:
- den Ranger bei der Optimierung der Verwaltungspläne, Datenerhebung und Forschung unterstützen.
- GPS-Daten sammeln, Beobachtungen auf Fotos festhalten und unterschiedliche Arten zählen.
- den Mitarbeitern bei der Qualitätsverbesserung von Tierpflege und Tierschutz helfen.
- Tierärzte bei der Behandlung von kranken und verletzten Tieren unterstützen.
- den Wald sauber halten und von Abfällen befreien, die den Tieren gefährlich werden können.
- Wasserlöcher säubern und auffüllen, um den Zugang zu sauberem Wasser sicherzustellen.
- Informationsmaterial für Besucher erstellen und Touristen durch das Reservat führen.
Freiwillige Helfer sind für einen Aufenthalt von mindestens 4 Wochen willkommen.
Jaipur, dessen Einwohnerzahl im Jahr 2011 voraussichtlich bei 4,2 Millionen liegen wird, leidet an akuter Verknappung seiner natürlichen Lebensgrundlagen und massiver Umweltbelastung. Zwei Drittel der in Jaipur lebenden Menschen sind Slumbewohner, Arme und Familien der unteren Mittelschicht. Folge der rasanten Verstädterung sind die Abholzung der Wälder, Verknappung und Verschmutzung des Wassers sowie Gefährdung der allgemeinen Gesundheit.
Eine Reihe von kleinen von der Regierung unterstützten Initiativen versucht in Zusammenarbeit mit örtlichen Nichtregierungsorganisationen die Folgen des unkontrollierten Wachstums in den Griff zu bekommen und rückgängig zu machen. Dabei sind sie bemüht, einen Mittelweg zwischen den Realitäten des modernen Indiens auf der einen Seite und dem Umweltschutz auf der anderen Seite zu finden. Für freiwillige Helfer in Umweltschutzprojekten eröffnet sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, angefangen bei Forschung und Dokumentation über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu praktischen Arbeiten. Dazu zählen:
- Dokumentation von Umweltschäden in den betroffenen Gebieten.
- Zusammenarbeit mit örtlichen Einrichtungen bei der Organisation der Öffentlichkeitsarbeit.
- Pflanzung und Pflege von Bäumen mit Unterstützung der Menschen vor Ort.
- Aufbau von “Modellfamilien” und Herausarbeitung der Bedeutung von Abfallentsorgung und Wasserreinhaltung.
- Förderung des sachgemäßen Umgangs dortiger Kinder mit Plastik und seiner Entsorgung.
- Werbung für umweltbewusstes Verhalten bei Industrie und Unternehmen vor Ort.
- Zusammenarbeit mit der Gemeinde beim Aufbau einer Infrastruktur für Abfallentsorgung und Werbung für deren Nutzung.
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